Beschreibungen: Abkürzungen

A

Adel

Der Adel (althochdeutsch: Abstammung, Geschlecht) war die in feudalen Ständeordnungen privilegierte, herrschende soziale Schicht (Stand), meist gegründet auf Geburt, Besitz und gelegentlich auf Leistung, meist mit besonderen Lebensformen und nach eigener Einschätzung hochentwickeltem Standesethos. Adel ist ein in fast allen Kulturen auftretendes Phänomen und meistens an einen Familienverband (Dynastie) geknüpft.

amtsfrei (Amtsfrei)

Eine der drei Gruppen freier Bauern in den Vogteien Schötmar und Oerlinghausen. Sie bezahlten bei jedem Todesfall das Oberkleid in Geld, in der Vogtei Schötmar 1 rtl und in der Vogtei Oerlinghausen: Die großen Amtsfreien 1 rtl 31 mgr, die kleinen Amtsfreien 1 rtl.

Auswanderer

Personen die Ausgewandert sind.

AW (Provinz Antwerpen, NL)

Antwerpen (Stadt), Stadt im Norden von Belgien, Verwaltungszentrum der gleichnamigen Provinz, an der Schelde, nahe an Nordsee und Brüssel gelegen. Antwerpen ist eine der größten Hafenstädte Europas und zugleich zweitgrößte Stadt Belgiens. Die Stadt ist durch den Albert-Kanal mit Lüttich und dadurch mit den Industriegebieten im Südosten des Landes verbunden. Sie unterhält rege Handelsbeziehungen mit dem Ruhrgebiet in Deutschland. Hauptimportgüter sind Getreide und Rohmetalle. Exportiert werden u. a. Maschinen, Textilien und andere Industrieerzeugnisse. Diamantschleifereien, Werften, Automobilmontage, Metallwarenherstellung, Elektronik, Chemie und Färbereien sind die bedeutendsten Industriezweige Antwerpens.

Sehr interessant ist das System der Boulevards, die sich heute an der Stelle der früheren Ringmauer durch die Stadt ziehen. Die gotische Kathedrale Notre Dame (aus dem 14. und 15. Jahrhundert), die von einem 122 Meter hohen Kirchturm überragt wird, ist die größte Kirche Belgiens. In der Kirche befinden sich einige Gemälde von Peter Paul Rubens, der den größten Teil seines Lebens in Antwerpen verbracht hat. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Rathaus und die gotische Kirche Saint Paul, die beide im 16. Jahrhundert fertiggestellt wurden, sowie viele mittelalterliche Gildehäuser, die den Marktplatz säumen. Die Stadt beheimatet das Königliche Museum der Schönen Künste mit Gemälden flämischer Meister sowie botanische und zoologische Gärten.

Im 15. Jahrhundert wurde Antwerpen ein bedeutender Handelshafen, als hier die erste Börse Europas gegründet wurde. Rasch entwickelte sich die Stadt zum wichtigsten Handels- und Industriezentrum in Europa. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts erlebten die Diamantenschleifereien einen Aufschwung mit der Ankunft von erfahrenen jüdischen Handwerkern, die aus Portugal vertrieben worden waren. Die Stadt war außerdem ein wichtiges kulturelles und intellektuelles Zentrum: Der Maler Antonis van Dyck wurde 1599 hier geboren. Aufgrund von Religionsstreitigkeiten ging die Bedeutung Antwerpens ab 1576 zurück, als aufrührerische spanische Truppen die Stadt plünderten. 1584 wurde die Stadt erneut angegriffen und musste sich im darauf folgenden Jahr den Spaniern ergeben. 1648 wurde Antwerpen nochmals schwer getroffen: Durch die Vereinbarungen des Westfälischen Friedens wurde die Schelde für die Schifffahrt gesperrt und erst 1795 durch die Franzosen wieder freigegeben. Die Entwicklung der modernen Stadt begann 1863, als die Belgier ihre Schifffahrtsrechte durch eine Barzahlung an die Niederlande zurückkauften. Die Stadt stand sowohl im 1. als auch im 2. Weltkrieg (bis zum September 1944) unter deutscher Besatzung.

B

BB (Brandenburg)

Brandenburg (Landschaft), historische Landschaft sowie Bundesland im wieder vereinigten Deutschland. Das Gebiet war der Kern des brandenburgisch-preußischen Kurfürstentums und des Königreiches Preußen mit der Hauptstadt Berlin.

Ursprünglich siedelten in Brandenburg die germanischen Stämme der Sweben, Langobarden und Burgunder; nach der Völkerwanderung ließen sich hier slawische Stämme, vor allem die Liutizen nieder. Die Liutizen wurden im 10. Jahrhundert von König Heinrich I. und dessen Sohn, Kaiser Otto I., bekämpft und schließlich unterworfen und christianisiert. Das unterworfene Gebiet wurde zur Markgrafschaft erhoben, deren östlich der Elbe gelegener Teil, die Nordmark, nach einem Aufstand der slawischen Wenden 983 allerdings wieder aufgegeben werden musste. 1134 erhielt Albrecht der Bär den verbliebenen Teil Brandenburgs zu Lehen, gewann in der Folge auch die Nordmark wieder zurück und nannte sich von 1157 an, nachdem er seinen Sitz in die Siedlung Brandenburg verlegt hatte, Markgraf von Brandenburg. Er und seine askanischen Nachfolger konsolidierten und erweiterten ihr Gebiet, kolonisierten es, gründeten Städte (u. a. Brandenburg, Spandau, Berlin, Frankfurt an der Oder) und Klöster. 1231 erhielten die Markgrafen von Brandenburg die Lehenshoheit über Pommern.

Nach dem Aussterben der Askanier 1320 übertrug der Wittelsbacher Ludwig der Bayer die Markgrafschaft seinem Sohn; den Wittelsbacher Markgrafen gelang es jedoch nicht, sich gegen die erstarkenden Landstände durchzusetzen; außerdem gingen die Ober- und die Niederlausitz an Böhmen verloren. 1373 erwarb Kaiser Karl IV. aus dem Hause Luxemburg Brandenburg von den Wittelsbachern; bereits 1356 hatte Karl IV. in der Goldenen Bulle Brandenburg die Kurwürde bestätigt.

Karls Sohn Sigismund setzte 1411 den Burggrafen Friedrich VI. von Nürnberg aus dem Haus Hohenzollern als erblichen Statthalter in Brandenburg ein; 1417 wurde der Hohenzoller als Friedrich I. (Regierungszeit 1417-1440) mit Brandenburg und der brandenburgischen Kurwürde belehnt. Er und sein Sohn Friedrich II., der Eiserne (1440-1470), konnten sich wieder gegen die Landstände durchsetzen und die Grenzen des Kurfürstentums erheblich ausdehnen. Unter Friedrich II. wurde Berlin bzw. Cölln zur kurfürstlichen Residenz. Friedrichs II. Bruder und Nachfolger Albrecht III. Achilles (1470-1486) verfügte 1473 die Unteilbarkeit der Märkischen Lande sowie ihre dauerhafte Trennung von dem fränkischen Besitz der Hohenzollern. Kurfürst Joachim II. (1535-1571) führte 1539 die Reformation in Brandenburg ein; die brandenburgischen Kurfürsten wurden zu führenden Verfechtern des Protestantismus. 1614, unter Kurfürst Johann Sigismund (1608-1619), kamen in Folge des Jülich-Kleveschen Erbfolgestreites das Herzogtum Kleve, die Grafschaft Mark und Ravensberg an Brandenburg; 1618 erhielt Brandenburg das Herzogtum Preußen als polnisches Lehen.

Unter Kurfürst Georg Wilhelm (1619-1640) wurden während des Dreißigjährigen Krieges weite Teile Brandenburgs stark verwüstet; im Westfälischen Frieden von 1648 erhielt Brandenburg die Bistümer Halberstadt, Cammin und Minden sowie Hinterpommern. Georg Wilhelms Sohn und Nachfolger Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst (1640-1688), leitete mit der Errichtung eines absolutistischen Staatswesens den Aufstieg Brandenburg-Preußens zur europäischen Großmacht ein. 1701 erhob Kaiser Leopold I. den Kurfürsten Friedrich III., Friedrich Wilhelms Sohn, als Friedrich I. zum "König in Preußen”. Damit ging die Geschichte Brandenburgs in der Geschichte Preußens auf.

In Folge der Beschlüsse der Potsdamer Konferenz von 1945 kam Brandenburg östlich der Oder-Neiße-Linie unter polnische Verwaltung, das übrige Gebiet wurde Teil der Sowjetischen Besatzungszone. Von 1947, als das alte Preußen endgültig aufgelöst wurde, bis 1952 exisitierte Brandenburg als Land innerhalb der DDR weiter; als Bundesland mit der Hauptstadt Potsdam besteht Brandenburg seit der deutschen Wiedervereinigung.

BL (Berlin)

Berlin, Stadt in Ostdeutschland mit dem Status eines Bundeslandes, größte Stadt und Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.

Berlin ist umgeben vom Bundesland Brandenburg. Nachdem Berlin bereits 1871 bis 1945 Hauptstadt des Deutschen Reiches gewesen war, wurde die seit Ende des 2. Weltkrieges geteilte Stadt in einem Bundestagsbeschluss von 1991 zur neuen Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschland erklärt. Bis dahin hatte die Stadt bzw. ihr westlicher Teil als Exklave mit Sonderstatus auf dem Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) gelegen.

Berlin liegt in einem eiszeitlichen Urstromtal und wird von den Flüssen Havel, Spree und Panke durchflossen, die mehrere Seen im Stadtgebiet bilden. Der Große Wannsee, Tegeler See und Müggelsee sind beliebte Naherholungsgebiete. Die ehemaligen Auenwälder der Spree sind heute grüne Lebensadern der Stadt (Treptower Park, Tiergarten). Höchste natürliche Erhebung sind die Müggelberge (115 Meter), etwas höher noch ist der Trümmerschuttberg am Teufelssee (120 Meter). Groß-Berlin hat eine Fläche von rund 889 Quadratkilometern. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 3,47 Millionen (1997).

Bürger

Bürger waren ursprünglich im Sinne der Ständeordnung, im Mittelalter Bewohner eines Burgortes, dann einer befestigten Stadt oder eines Marktortes, schließlich jedes vollberechtigte Glied einer Staatsgemeinschaft.
In der mittelalterlich geprägten Verfassung einer Stadt oder eines Marktes war ein Bürger ein vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft, der alle Rechte und Pflichten genoss. Die übrigen Bewohner des Ortes hießen Inwohner. Diese Begriffe galten nur für Männer, Frauen konnten nach der damaligen Rechtsauffassung niemals Träger eines solchen Titels sein.
Der Titel Bürger, in alten Aufzeichnungen wie Matrikeln oft lateinisch civis genannt, war kein Titel, den man erbte oder auf Lebenszeit erhielt. Vielmehr musste er beantragt werden und wurde bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen gewährt. Diese Aufnahme in die Bürgerschaft ist im so genannten Bürgeraufnahmebuch dokumentiert worden, wobei auch eine entsprechende Gebühr, das Bürgergeld, fällig war.
Bei Wegfall der Voraussetzung, insbesondere dem Verkauf oder Übergabe des Hauses, welches das Bürgerrecht begründete, verfiel das Bürgerrecht wieder und der Bürger kehrte auf den Status eines Inwohners zurück.
Wenn also der Sohn eines Ackerbürgers das väterliche Anwesen übernahm, konnte er damit das Bürgerrecht beantragen, das damit dem Vater verloren ging. Viele Handwerker ohne Nachfolger innerhalb der Familie verpachteten ihren Betrieb an einen Inwohner, blieben aber als Eigentümer noch Bürger. Häufig verkauften sie später das Anwesen an den Pächter unter Einräumung eines Wohnrechtes. Damit kehrte sich der Status um: der neue Eigentümer erhielt das Bürgerrecht, der alte wohnte als Inwohner auf dem Anwesen.

BW (Baden-Württemberg)

Baden-Württemberg, Bundesland im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland. Es grenzt im Norden an die Bundesländer Hessen und Bayern, im Osten an Bayern, im Süden an die Schweiz, im Westen an das Bundesland Rheinland-Pfalz und an Frankreich. Stuttgart ist Hauptstadt und größte Stadt. Andere wichtige Städte sind Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Heidelberg, Heilbronn und Ulm.

GESCHICHTE

Die Region war ursprünglich von Kelten und Sweben besiedelt. Im ersten Jahrhundert n. Chr. wurde sie von den Römern erobert. Im 3. Jahrhundert fielen die Alemannen ein, die im 5. Jahrhundert den Franken unterlagen. Vom Mittelalter bis 1952 entwickelten sich die Landesteile Baden und Württemberg unabhängig voneinander. Während des Mittelalters war das Land zudem in zahlreiche Grafschaften und Fürstentümer, wie z. B. das Fürstentum Hohenzollern, die Grafschaft Waldburg und das Fürstentum Fürstenberg, aufgesplittert.

Württemberg wurde von den fränkischen Kaisern in das Herzogtum Schwaben eingegliedert. Im 13. Jahrhundert erhielt die Familie der Wirdebercher den Grafentitel. Im Jahr 1495 wurde Württemberg zum Herzogtum erhoben. 1803 erhielt der Herzog von Württemberg den Rang eines Kurfürsten und 1806 die Königswürde.

In Baden errichtete Berthold I., ein Herzog des österreichischen Herzogtums Kärnten, im 11. Jahrhundert die Stammburg Zähringen im Breisgau. Ein Nachkomme seines zweiten Sohnes trug den Titel Markgraf von Baden und begründete das Geschlecht der Zähringer, das die Region über acht Jahrhunderte beherrschen sollte. Einer der herausragenden Vertreter dieses Adelsgeschlechts ist Karl Friedrich von Zähringen, der 1746 Markgraf wurde. Er unterstützte Napoleon I., trat dem Rheinbund bei und konnte seine Besitzungen an Fläche und Einwohnerzahl vervierfachen. Er erwarb 1803 die Kurfürstenwürde und 1806 den Titel eines Großherzogs. 1811 wurde sein Enkel Karl sein Nachfolger als Herrscher des Großherzogtums Baden. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig verließ Karl den Rheinbund und trat 1815 dem Deutschen Bund bei.

1867 wurde sowohl Baden als auch Württemberg Mitglied des Norddeutschen Bundes, 1871 schlossen sich beide Länder dem Deutschen Reich an. Nach dem 1. Weltkrieg mussten die deutschen Fürsten abdanken. 1919 wurden der Freistaat Baden und die Republik Württemberg ausgerufen und jeweils eigene Verfassungen verabschiedet. 1933, unter dem nationalsozialistischem Regime, wurden die beiden Länder – wie auch die anderen deutschen Länder – mit dem Reich gleichgeschaltet.

Nach dem 2. Weltkrieg war Baden zu einem Drittel von amerikanischen (im Norden) und zu zwei Dritteln von französischen Truppen (Südbaden) besetzt. Württemberg war ebenfalls in eine amerikanische (Württemberg-Baden) und eine französische Besatzungszone (Württemberg-Hohenzollern) geteilt. Die amerikanisch kontrollierten Teile von Baden und Württemberg wurden aus Verwaltungsgründen vereint und 1946 zum unabhängigen Land Württemberg-Baden zusammengeschlossen. Das französisch besetzte Südbaden wurde 1947 ein eigenes Land. Alle drei Länder wurden 1949 Teile der Bundesrepublik Deutschland. Nach einer Volksabstimmung entstand 1952 aus den Ländern (Süd-)Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern das heutige Bundesland Baden-Württemberg, obwohl sich die Mehrheit der Bevölkerung Badens gegen den Zusammenschluss aussprach. Die badischen Politiker forderten die Wiederherstellung des "alten” Landes Baden ("altbadische Lösung”), mussten sich aber einer Mehrheit in den anderen Abstimmungsgebieten geschlagen geben, die für den "Südweststaat” Baden-Württemberg stimmte.

C

CDN (Kanada)

www.canadaonline.de/Regional/regional.htm.

Provinzen Kanadas:
ALTA Alberta
BC British Columbia
MAN Manitoba
NB New Brunswick
NFLD Newfoundland and Labrador
NS Nova Scotia
ONT Ontario
PEI Prince Edward Island
QUE Québec
SASK Sakatchewan
NWT Northwest Territories
YT Yukon Territory

Das nordamerikanische Land ist in zehn Provinzen (Alberta , British Columbia, Manitoba, Neufundland, New Brunswick, Nova Scotia, Ontario, Prince Edward Island, Quebec und Saskatchewan) und drei direkt der kanadischen Bundesregierung unterstellte Territorien (Northwest Territories, Yukon Territory und Nunavut) gegliedert.

Kanada, Land in Nordamerika, grenzt im Norden an das Nordpolarmeer, im Osten an den Atlantischen Ozean, im Süden an die Vereinigten Staaten von Amerika, im Westen an den Pazifischen Ozean und den US-Bundesstaat Alaska.

Kanada ist nach Russland zweitgrößtes Land der Erde. Die Gesamtfläche beträgt 9 970 610 Quadratkilometer, wovon etwa 8 Prozent auf Binnengewässer entfallen. Das größte zusammenhängende Wassergebiet stellt der kanadische Anteil an den Großen Seen dar. Die Nord-Süd-Ausdehnung des Landes beträgt 4 600 Kilometer; von West nach Ost erstreckt es sich über 5 500 Kilometer. Cape Columbia auf der Ellesmere-Insel ist mit 83°6' Nord nördlichster Punkt des Landes. Der südlichste Punkt liegt bei 41°41' Nord im Eriesee. Von der Grenze zu Alaska bei 141 Grad westlicher Länge erstreckt sich Kanada nach Osten bis 52°37' West auf der Insel Neufundland. Das Staatsgebiet umfasst zahlreiche Inseln; die meisten davon gehören zum Kanadisch-Arktischen Archipel. Die gesamte Inselwelt Kanadas hat eine Fläche von annähernd 1,5 Millionen Quadratkilometern, wovon die Baffin-Insel knapp ein Drittel einnimmt.

CH (Schweiz)

Schweiz (französisch Suisse, italienisch Svizzera, rätoromanisch Svizzra), Bundesstaat in Mitteleuropa mit einer Gesamtfläche von 41 285 Quadratkilometern. Das Staatsgebiet grenzt im Norden an Deutschland, im Osten an Österreich und Liechtenstein, im Süden an Italien und im Westen an Frankreich. Die größte Stadt des Landes ist Zürich, die Hauptstadt ist Bern.

CZ (Tschechische Republik)

Tschechische Republik (tschechisch Ceská Republika), Staat im östlichen Mitteleuropa, grenzt im Nordosten an Polen, im Südosten an die Slowakei, im Süden an Österreich und im Westen und Nordwesten an Deutschland. Das Staatsgebiet umfasst Böhmen und Mähren und war nach 1918 mit der Slowakei zur Tschechoslowakei zusammengeschlossen. Die Tschechische Republik ist seit dem 1. Januar 1993 ein selbständiger Staat mit einer Fläche von 78 864 Quadratkilometern und Prag (Praha) als Landeshauptstadt.


E

eigen (Eigenbehöriger)

leibeigener Bauer, der den Hof eines Grundherrn bewirtschaftet. Lt. LFü S. 3 § 2: ein Eigenbehöriger ist vom Leibeigenen wohl zu unterscheiden.

EV (evangelisch-reformiert)

ab ca. 1538 in ganz Lippe ev.-luth.
ab ca. 1605 in ganz Lippe ev.-ref.

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther (1483 – 1546) seine 95 Thesen zu Witten- berg. Seine neue Lehre fand recht bald Anklang bei den Menschen. Besonders bei dem freiheits- durstigen Bürgertum der Städte, das sich von der geistlichen und weltlichen Obrigkeit unabhängi- ger machen wollte, während die Landbevölke- rung weitgehend am alten Glauben und seinen überkommenen Riten festhielt. Neuerungen fan- den bei ihr wegen des Bildungsstandes - sie waren des Lesens und Schreibens nicht kundig - nur schwer Eingang. Auch in der Hansestadt Lemgo fand 1520 die Lehre Martin Luthers Gehör. Bereits 1527 erfolg- te der erste Zusammenschluß der Anhänger Martin Luthers.

Der damals regierende lippische Landesherr Graf Simon V., der fest zum katholischen Glauben stand, lehnte die Reformationsbestrebungen ab. Er konnte aber nicht verhindern das die neue Lehre in Lemgo festen Fuß fassen konnte. Simon V. starb am 17. September 1536 und wurde in der Gruft der Klosterkirche in Blomberg beigesetzt. Sein letzter Wunsch war, daß seine Kinder und das Land Lippe dem alten Glauben treu bleiben sollten. Landgraf Philipp von Hessen hatte er zum Vormund seiner noch minderjährigen Söhne gemacht. Als strenge Verpflichtung hatte er Philipp auferlegt, die Söhne im katholischen Glauben zu erziehen.

Aber Philipp hielt sich nicht an den ausdrücklichen Willen des Vaters und erzog die beiden Kinder an seinem Hof evangelisch. So wurde Bernhard, Sohn Simons V., der erste lutherische Graf von Lippe und führte das lutherische Bekenntnis im ganzen Land ein. Mit der 1538 in Cappel gegebenen Kirchenordnung war die Reformation in Lippe endgültig.

Als Bernhard VIII. als erster lutherischer Graf zu Lippe 1563 stirbt, folgt ihm sein Sohn Graf Simon VI., der als Student an einer reformierten Schule in Straßburg ein glühender Anhänger der Lehre Jean Calvins (1503 – 1564) geworden war. Er führte konsequent die reformierte Lehre in Lippe ein. Diesem Druck folgte auch diesmal vor allem die Landbevölkerung nur sehr zögerlich. Am 12. Juni 1605 nahm Simon VI. mit seiner ganzen Familie in aller Öffentlichkeit am reformierten Gottesdienst in der Detmolder Pfarrkirche teil. So war der Calvinismus in Lippe grundgelegt. Lippe wurde also zweimal einem Wechsel des Glaubensbekenntnisses unterworfen.

F

F (Frankreich)

Frankreich (amtlich République Française), Land in Westeuropa. Es grenzt im Norden an den Ärmelkanal, die Straße von Dover und die Nordsee, im Nordosten an Belgien und Luxemburg, im Osten an Deutschland, die Schweiz und Italien, im Süden an das Mittelmeer, Monaco, Andorra und Spanien und im Westen an den Atlantischen Ozean. Sowohl die Nord-Süd-Ausdehnung als auch die Erstreckung von Westen nach Osten betragen maximal etwa 1 000 Kilometer. Die Hauptstadt von Frankreich ist Paris. Zum Staatsgebiet Frankreichs gehören zudem die vier Überseedepartements (Départements d'Outre-Mer, DOM) Französisch-Guayana in Südamerika, Martinique und Guadeloupe in der Karibik und Réunion im Indischen Ozean, die beiden Gebietskörperschaften (Collectivités territoriales, CT) St-Pierre-et-Miquelon im Nordatlantik und Mayotte vor der ostafrikanischen Küste sowie die vier Überseeterritorien (Territoires d'Outre-Mer, TOM) mit beschränkter Selbstbestimmung, die nicht mehr als Teil des Mutterlandes gelten: Neukaledonien, Französisch-Polynesien, Terres Australes et Antarctiques (südliche und antarktische Territorien Frankreichs) sowie die Inseln Wallis et Futuna. Frankreich hat einschließlich der Insel Korsika eine Fläche von 543 965 Quadratkilometern; damit ist es nach Russland und der Ukraine das drittgrößte Land in Europa.

FL (Florida - USA)

Hauptstadt: Tallahassee
Größte Stadt: Miami
Beitritt: 1845

FRL (Provinz Friesland, NL)

Friesland (Niederlande), Küstenprovinz im Norden der Niederlande, die im Westen vom IJsselmeer, im Norden von der Nordsee sowie im Süden und Osten von den Provinzen Overijssel, Groningen und Drente begrenzt wird. Die Gesamtfläche beträgt 3 357 Quadratkilometer. Die Einwohnerzahl von Friesland liegt bei etwa 605 000. Provinzhauptstadt und größte Stadt ist Leeuwarden. Die Provinz umfasst auch einige der am Rande des Wattenmeeres gelegenen Westfriesischen Inseln, von denen Vlieland, Terschelling, Ameland und Schiermonnikoog die größten sind. Texel, die größte der Westfriesischen Inseln, gehört zur niederländischen Provinz Nordholland. Weite Teile der Provinz Friesland liegen unterhalb des Meeresspiegels. Das wirtschaftliche Leben ist vorwiegend agrarisch ausgerichtet. Die Böden eignen sich vorwiegend als Weideland. Überregional bekannt ist die friesische Rinderzucht. Ackerbau wird vor allem auf den tonigen Marschböden im Westen und Norden betrieben. Zu den Hauptanbauprodukten zählen Kartoffeln, Weizen und Zuckerrüben. Das produzierende Gewerbe umfasst Metallverarbeitung, Elekrotechnik sowie Maschinen- und Schiffbau. Im Küstengebiet stellt der Fremdenverkehr eine wichtige Erwerbsquelle dar. Friesland wird von zwei Kanälen durchzogen, welche die Ems mit dem IJsselmeer und dem Wattenmeer verbinden.

Bereits um 500 v. Chr. wurden zur Ausweitung der Siedlungsgebiete und der landwirtschaftlichen Nutzfläche Aufschüttungen durchgeführt. Viele friesische Städte und auch Teile der Provinzhauptstadt Leeuwarden wurden auf solchen Aufschüttungen errichtet. Friesland umfasst einen Teil der historischen Region Friesland, ein Großteil der Bevölkerung spricht die friesische Sprache. Diese wurde mittlerweile als offizielle Sprache anerkannt. Die Friesen haben innerhalb der Niederlande ihre eigene Kultur bewahrt und bemühen sich aktiv um die Erhaltung ihrer kulturellen und sprachlichen Eigenheiten in der Provinz. Zahlreiche Autoren haben eine beträchtliche Anzahl von Werken innerhalb der friesischen Literatur hervorgebracht. Seit der Errichtung der Vereinigten Niederlande 1576 gehört Friesland zu den Niederlanden.

G

GA (Georgia - USA)

Hauptstadt: Atlanta
Größte Stadt: Atlanta
Beitritt: 1788

Georgia, einer der am Atlantischen Ozean gelegenen Südstaaten der USA, der im Norden an Tennessee, North Carolina und South Carolina, im Süden an Florida und im Westen an Alabama grenzt. Der Savannah bildet einen Teil der Grenze zu South Carolina.

Georgia wurde am 2. Januar 1788 als vierter Staat in die Union aufgenommen. Georgia ist nach Georg II. von England benannt. Die größten Städte sind die Hauptstadt Atlanta, Columbus, Savannah, Macon und Albany.

Georgia hat eine Fläche von 153 953 Quadratkilometern, die größte Ausdehnung beträgt in Nord-Süd-Richtung 515 Kilometer und in Ost-West-Richtung 410 Kilometer. Die höchste Erhebung wird mit dem Brasstown Bald (1 458 Meter) in den Appalachen erreicht. Die Küste am Atlantischen Ozean ist 161 Kilometer lang.

GB (Großbritannien)

Großbritannien, offiziell United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland (Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland), Inselstaat und parlamentarische Monarchie im Nordwesten Europas, Mitglied der Europäischen Union und des Commonwealth of Nations.

Der Name Großbritannien entstand als Gegenbegriff zu dem im Englischen als Little Britain (Kleinbritannien) bezeichneten französischen Gebiet Bretagne. Großbritannien umfasst England, Schottland, Wales und Nordirland (auch als Ulster bezeichnet) im nordöstlichen Teil der Insel Irland; der restliche Teil dieser Insel gehört zum unabhängigen Staat Republik Irland. Zum britischen Staatsgebiet gehören zahlreiche Inseln, darunter die Isle of Wight, Anglesey, die Scilly-Inseln, die Orkney-Inseln, die Shetland-Inseln und die Hebriden. Das Vereinigte Königreich grenzt im Süden an den Ärmelkanal, der es vom europäischen Festland trennt, im Osten an die Nordsee und im Westen an die Irische See und den Atlantischen Ozean. Die einzige Landgrenze des Staatsgebiets ist die Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland. Die Landesfläche Großbritanniens beträgt 244 110 Quadratkilometer. Die Hauptstadt und zugleich größte Stadt ist London.

Die Isle of Man und die Kanalinseln unterstehen direkt der britischen Krone und gehören nicht zum Vereinigten Königreich. Sie verfügen über eigene Parlamente und ein eigenes Rechtswesen. Der britischen Regierung unterstehen sie nur in der Außen- und Verteidigungspolitik. Die verschiedenen abhängigen Gebiete (dependent territories) unterstehen in den Bereichen Landesverteidigung, Außenpolitik, innere Sicherheit und öffentliche Dienste ebenfalls der britischen Regierung, die im Allgemeinen durch einen vom Königshaus ernannten Gouverneur vertreten wird. Zu diesen abhängigen Gebieten gehören Anguilla, die Bermuda-Inseln, das British Antarctic Territory, die British Virgin Islands (Jungferninseln), die Cayman-Inseln, die Falkland-Inseln, Gibraltar, Montserrat, Sankt Helena und zugehörige Gebiete (Ascension und Tristan da Cunha), Südgeorgien und die Südsandwich-Inseln sowie die Turks- und Caicos-Inseln. Die Kronkolonie Hongkong war von 1842 bis 1997 abhängiges Gebiet und wurde dann an China zurückgegeben.

LAND

Die maximale Längenausdehnung Großbritanniens beträgt circa 1 260 Kilometer; der nördlichste Punkt ist Out Stack vor Unst auf den Shetland-Inseln, der südlichste ist Saint Agnes auf den Scilly-Inseln. Die maximale Breite beträgt 670 Kilometer zwischen Lough Melvin im Südwesten Nordirlands und Lowestoft in Suffolk. Infolge der stark zergliederten Küste ist kein Ort der Britischen Inseln weiter als etwa 120 Kilometer vom Meer entfernt.

Gemessen an der Größe des Staatsgebiets ist die Landschaft überaus abwechslungsreich und weist oft scharfe Kontraste auf engstem Raum auf. Diese Vielfalt spiegelt zum Teil das geologische Fundament wider; es reicht von den alten präkambrischen Gesteinen der schottischen Highlands bis zu den jüngeren, aus dem Quartär stammenden Ablagerungen im Gebiet der Fens in Ostengland. Das gesamte Gebiet Großbritanniens war mit Ausnahme des Bereichs südlich der Mündungen von Themse und Severn in England während der Eiszeiten im Pleistozän von Gletschereis bedeckt. Zu den weiten Regionen, die durch die Tätigkeit von Gletschern und den nacheiszeitlichen Schmelzwässern entstanden, gehören Lake District in England, die Seen Nordirlands, die Täler von Wales und der Großteil der schottischen Landschaft mit ihren Seen. Auch der Einfluss des wirtschaftenden Menschen hat seinen Teil zur Umgestaltung der Landschaft beigetragen. Dies zeigt sich vor allem im Flachland Südenglands, in den Norfolk Broads, in den Fens und in den Mooren Nordschottlands.

GOG (Gogericht)

Im vorkarolingischen Sachsen bezeichnete der Begriff Gaugericht (auch Gohgericht (Gowgericht)) die Thingversammlung. Nachdem der Frankenkönig Karl der Große die Sachsen unterworfen hatte, setzte er innerhalb der vorhandenen Gaue Grafen als seine Stellvertreter ein. Dort übten sie unter anderem die hohe Gerichtsbarkeit aus. In diesem Fall spricht man von Gaugericht oder besser "Grafengericht“. Auf administrativer Ebene richteten die Franken unabhängig von den Gaugrenzen die sogenannten Goe ein, Bezirke, in denen die niedere Gerichtbarkeit bei einem Gogericht lag. Während die Grafengerichte immer mehr an Bedeutung verloren, setzten sich die Gogerichte bis zum Beginn der Neuzeit als die wichtigsten Gerichte durch. Die Ähnlichkeit der Worte "Gau“ und "Go“ führte immer wieder zur Verwechslung der Begriffe.


gUS (Geburtsort_in_der_USA)

Geburtsort in den USA (= überwiegend Kinder die in den USA geboren wurden).

H

hagenfrei

freier Bauer (*), dessen Ursprung noch nicht mit Sicherheit ermittelt ist (Kg S. 225). Lt. Me 1, S. 14, 114 und 132: Besitzer eines Meiergutes der 3. Klasse. Es gab sie in den sogenannten Hagendörfern (Wiembeck, Hedderhagen, Öttern, Nienhagen, Nienwalde, Bremke, Istorf, Pillenbruch, Krentruperhagen, Mackenbruch, Wüsten auf der Kicksmühle und Papenhausen). Wenn der Meier oder die Meierin, der Leibzüchter oder die Leibzüchterin sowie bereits konfirmierte Kinder starben, mußten sogenannte Sarggelder (*) bezahlt werden (Me 1, S. 114; Fü S. 156). Familienmitglieder, die auf einen nicht hagenfreien Hof geheiratet hatten, waren von der Erbschaft des Gutes ausgeschlossen (Fü S. 324).
Der Weinkauf (*) war nur dann hergebracht, wenn eine nicht im "freien Hagen" erzeugte Person auf das hagenfreie Meiergut einheiratete (Fü S. 197). Abgesehen von den Diensten und Abgaben zahlte ein Hagenfreier in Sterbfällen die Kurmede (*). Sie betrug beim Tode des Bauern das zweitbeste Pferd, beim Tode der Bäuerin die zweitbeste Kuh (Fü S. 164). In Wiembeck entrichtete ein Hagenfreier die Kurmede nicht bei Todesfall des Leibzüchters, der Leibzüchterin und von Kindern (Fü S. 156).
Auch in Welstorf bestanden 5 Colonate, deren Besitzer gewisse Hagenrechte (*) genossen. Beim Einheiraten auf die fraglichen Höfe mußte eine sogenannte Einfuhr (*) gezahlt werden. Dort wurde das abzugebende Stück Vieh taxiert und der Betrag an die Rentkasse abgeführt.
Ein Hagenfreier unterstand als Markgenosse (Hagengenosse) dem Hagengericht (*). Die hagenfreien Meier durften ihre Güter ohne Zustimmung ihres Herrn nicht verpfänden, verkaufen oder sonstwie veräußern. War die Genehmigung nicht erteilt und hatten weder die nächsten Erben noch der Hagherr (*) Anspruch auf Erwerb gestellt, mußte das Gut erst den anderen Hagengenossen angeboten werden, bevor es an eine Person außerhalb des Hagens veräußert werden durfte (Fü S. 159). Man s.a. LM 16, S. 63ff.

HB (Bremen)

Bremen, Bundesland (Freie Hansestadt) im Nordwesten der Bundesrepublik Deutschland in der Norddeutschen Tiefebene, bestehend aus der Hauptstadt Bremen und der circa 60 Kilometer entfernten Hafenstadt Bremerhaven. Die Stadt Bremen wird vom Bundesland Niedersachsen umschlossen, Bremerhaven grenzt im Westen an die Nordsee (Jadebusen).
Bremen ist mit einer Fläche von 404 Quadratkilometern das kleinste deutsche Bundesland. Das Stadtgebiet Bremens erstreckt sich beiderseits der unteren Weser, der Siedlungsschwerpunkt befindet sich am Ostufer. Bremerhaven liegt an der Mündung der Geeste in die Weser.

HH (Hamburg)

Hamburg, Stadt in Norddeutschland an den Flüssen Elbe und Alster, etwa 110 Kilometer entfernt von der Elbemündung in die Nordsee gelegen; Bundesland (Stadtstaat) der Bundesrepublik Deutschland (755 Quadratkilometer).
Der vollständige Name lautet "Freie und Hansestadt Hamburg”. Hamburg verfügt über den zweitgrößten Seehafen Europas (nach Rotterdam) mit einem bedeutenden Freihafen, in dem Waren zollfrei gelagert werden dürfen. Hierdurch wurde die Stadt zu einem bedeutenden Handels-, Industrie- und Kulturzentrum. Sie liegt geographisch im Urstromtal der Niederelbe sowie am Geestrand und dem Endmoränengebiet der Schwarzen Berge. Das Marschland im Südosten wird von einigen Altarmen der Elbe durchflossen (Vierlande). Die zahlreichen kleinen Inseln zwischen Norder- und Süderelbe wurden zum Teil umgeformt und tragen einen Großteil der Industrie- und Hafenanlagen.

HI (Hawaii - USA)

Hauptstadt: Honolulu
Größte Stadt: Honolulu

Hawaii, Bundesstaat der USA, bestehend aus den Hawaii-Inseln, die acht Hauptinseln und mehr als 120 kleine Inseln umfassen. Die Hauptinseln sind Hawaii, Maui, Oahu, Kauai, Molokai, Lanai, Niihau und Kahoolawe.

Hawaii trat am 21. August 1959 als 50. Staat den USA bei. Die größten Städte sind die Hauptstadt Honolulu, Hilo, Kailna, Kaneshe und Waipaku.


HS (Hessen)

Hessen, Bundesland der Bundesrepublik Deutschland, wird im Westen begrenzt von den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, im Norden von Niedersachsen, im Osten von Thüringen und Bayern und im Süden von Baden-Württemberg. Wiesbaden ist Landeshauptstadt, die größte Stadt ist Frankfurt/Main. Weitere wichtige Städte sind Kassel, Darmstadt und Offenbach.

Frankfurt/Main Frankfurt/Main ist die größte Stadt in Hessen, zu beiden Seiten des Main im Zentrum des Rhein-Main-Gebiets. Der Gerechtigkeitsbrunnen auf dem Römerberg wurde 1611 errichtet. Die Häuserzeile dahinter wurde zu Beginn der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts im Einklang mit der historischen Bebauung wieder errichtet.German Information Center

LAND
Das 21 114 Quadratkilometer große Bundesland liegt größtenteils im Bereich der deutschen Mittelgebirgsschwelle und wird gegliedert durch deren Erhebungen. Im Westen hat Hessen mit dem Taunus, dem Hohen Westerwald, dem Gladenbacher Bergland und dem Kellerwald Anteil am Rheinischen Schiefergebirge. Im Osten und Nordosten liegt das Hessische Bergland, mit u. a. dem Knüllgebirge. Im Norden wird das Land durch Höhenzüge des Weserberglandes (Reinhardswald und Bramwald) begrenzt. Im Zentrum Hessens liegt der Vogelsberg, das größte zusammenhängende Gebiet vulkanischer Entstehung in Deutschland. Im Osten begrenzen die Rhön (mit der 950 Meter hohen Wasserkuppe, der höchsten Erhebung des Bundeslandes) und der Spessart das Bundesland. Im Süden hat Hessen Anteil am Odenwald und an der Oberrheinebene. Deren nördliche Fortsetzung, die Hessische Senke, reicht mit der Wetterau bis in den Westen des Vogelsberges.

Über den Kellerwald, den Vogelsberg und die Rhön verläuft die Wasserscheide zwischen dem hessischen Einzugsgebiet der Weser und dem des Rheins. Den Norden und Osten entwässern vor allem Fulda, Werra, Eder und Weser, den Süden und Westen Rhein, Main, Lahn und Nidda.

Das Klima wird durch den Gegensatz der Beckengebiete und der Bergländer bestimmt. Klimabegünstigt ist die Hessische Senke, die wärmer und niederschlagsärmer ist als die Mittelgebirgsregionen. Die mittlere Januartemperatur Frankfurts beträgt 0,8 °C, die mittlere Julitemperatur 19,4 °C. In weiten Teilen des Landes fallen circa 600 bis 800 Millimeter Jahresniederschlag, am Vogelsberg und in der Rhön bis zu 1 200 Millimeter.

K

Kützemeyer_Belle

Kützemeyer_Belle.

L

LU (evangelisch-lutherisch)

ab ca. 1538 in ganz Lippe ev.-luth.
ab ca. 1605 in ganz Lippe ev.-ref.

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther (1483 – 1546) seine 95 Thesen zu Witten- berg. Seine neue Lehre fand recht bald Anklang bei den Menschen. Besonders bei dem freiheits- durstigen Bürgertum der Städte, das sich von der geistlichen und weltlichen Obrigkeit unabhängi- ger machen wollte, während die Landbevölke- rung weitgehend am alten Glauben und seinen überkommenen Riten festhielt. Neuerungen fan- den bei ihr wegen des Bildungsstandes - sie waren des Lesens und Schreibens nicht kundig - nur schwer Eingang. Auch in der Hansestadt Lemgo fand 1520 die Lehre Martin Luthers Gehör. Bereits 1527 erfolg- te der erste Zusammenschluß der Anhänger Martin Luthers.

Der damals regierende lippische Landesherr Graf Simon V., der fest zum katholischen Glauben stand, lehnte die Reformationsbestrebungen ab. Er konnte aber nicht verhindern das die neue Lehre in Lemgo festen Fuß fassen konnte. Simon V. starb am 17. September 1536 und wurde in der Gruft der Klosterkirche in Blomberg beigesetzt. Sein letzter Wunsch war, daß seine Kinder und das Land Lippe dem alten Glauben treu bleiben sollten. Landgraf Philipp von Hessen hatte er zum Vormund seiner noch minderjährigen Söhne gemacht. Als strenge Verpflichtung hatte er Philipp auferlegt, die Söhne im katholischen Glauben zu erziehen.

Aber Philipp hielt sich nicht an den ausdrücklichen Willen des Vaters und erzog die beiden Kinder an seinem Hof evangelisch. So wurde Bernhard, Sohn Simons V., der erste lutherische Graf von Lippe und führte das lutherische Bekenntnis im ganzen Land ein. Mit der 1538 in Cappel gegebenen Kirchenordnung war die Reformation in Lippe endgültig.

Als Bernhard VIII. als erster lutherischer Graf zu Lippe 1563 stirbt, folgt ihm sein Sohn Graf Simon VI., der als Student an einer reformierten Schule in Straßburg ein glühender Anhänger der Lehre Jean Calvins (1503 – 1564) geworden war. Er führte konsequent die reformierte Lehre in Lippe ein. Diesem Druck folgte auch diesmal vor allem die Landbevölkerung nur sehr zögerlich. Am 12. Juni 1605 nahm Simon VI. mit seiner ganzen Familie in aller Öffentlichkeit am reformierten Gottesdienst in der Detmolder Pfarrkirche teil. So war der Calvinismus in Lippe grundgelegt. Lippe wurde also zweimal einem Wechsel des Glaubensbekenntnisses unterworfen.

M

MFR (Mittelfranken)

Mittelfranken (Regierungsbezirk), in Bayern mit dem Verwaltungssitz Ansbach. Die Fläche beträgt 7 245 Quadratkilometer, die Einwohnerzahl liegt bei etwa 1 660 000.


MN (Minnesota - USA)

Hauptstadt: St. Paul
Größte Stadt: Milwaukee

Minnesota, Bundesstaat im nördlichen Mittleren Westen der USA, grenzt an die kanadischen Provinzen Manitoba und Ontario sowie an den Oberen See, Wisconsin, Iowa, South Dakota und North Dakota. Der Red River bildet einen Teil der Westgrenze zu North und South Dakota, der Mississippi einen Teil der Südostgrenze zu Wisconsin.

Minnesota trat am 11. Mai 1858 als 32. Bundesstaat der Union bei. Der Bundesstaat ist nach dem Minnesota River benannt, dessen Name in der Sprache der Sioux "trübes Wasser” bedeutet. Die wichtigsten Städte sind die Hauptstadt Saint Paul, Minneapolis, Duluth und Rochester.

LAND
Minnesota ist mit einer Fläche von 225 182 Quadratkilometern der zwölftgrößte Bundesstaat der USA. Die größte Ausdehnung beträgt in Nord-Süd-Richtung etwa 660 Kilometer und in Ost-West-Richtung rund 560 Kilometer. Der Eagle Mountain im äußersten Nordwesten ist mit 701 Metern der höchste Punkt des Bundesstaates. Der niedrigste Punkt liegt mit 183 Metern am Ufer des Oberen Sees. Am Uferstreifen des Oberen Sees hat Minnesota einen Anteil von etwa 300 Kilometern.


MV (Mecklenburg-Vorpommern)

Mecklenburg-Vorpommern, Bundesland im Nordosten der Bundesrepublik Deutschland, grenzt im Norden an die Ostsee, im Westen an Schleswig-Holstein, im Südwesten an Niedersachsen, im Süden an Brandenburg und im Osten an Polen. Hauptstadt des Landes ist Schwerin, die größte Stadt ist Rostock. Weitere wichtige Städte sind Neubrandenburg, Stralsund, Greifswald und Wismar.

Schwerin: Markt mit Dom Der gotische Dom (um 1270-1416) Schwerins mit seinem Ende des 19. Jahrhunderts ausgeführten Westturm. Schwerin ist die Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns.Rasmussen/Sipa Press/Woodfin Camp and Associates, Inc.

LAND
Usedom Usedomer Fischer beim Entladen ihres Fangs. Neben Fischfang und -verarbeitung zählt vor allem der Fremdenverkehr als Haupteinnahmequelle der Insel, die über Fernstraßen mit dem Festland verbunden ist. Usedom verfügt über zahlreiche Kur- und Erholungsorte.

Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hat eine Gesamtfläche von 23 838 Quadratkilometern und besteht aus den Landesteilen Vorpommern (nordöstlich der Linie Ribnitz-Damgarten-Pasewalk) und Mecklenburg (im Südwesten). Es liegt im Bereich des Norddeutschen Tieflandes zwischen der Ostseeküste und dem Baltischen Landrücken.

Die Oberflächengestalt Mecklenburg-Vorpommerns wurde während der Weichsel-Eiszeit von aus Skandinavien kommenden Eismassen geschaffen. Bis zu 179 Meter hohe Endmoränen durchziehen das Bundesland von Nordwesten nach Südosten. Sie treten meist als klar zu erkennende Höhenzüge des Baltischen Landrückens (mit z. B. den Helpter und Ruhner Bergen) in Erscheinung. Ein Teil des Landrückens ist die Mecklenburgische Seenplatte (mit Müritz, Schweriner See und Plauer See), die sich von der Uckermark in Brandenburg bis zum Elbe-Lübeck-Kanal in Schleswig-Holstein erstreckt. Südlich der Endmoränen hat das Bundesland, mit flachen bewaldeten Sanderflächen, Anteil am südlichen Vorland des Landrückens. Im Nordosten der Endmoränen, im Bereich der Grundmoräne, ist das Gelände ebenfalls flacher, unterbrochen von Drumlins und Osern. Entlang der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, der zahlreiche Inseln vorgelagert sind (u. a. Poel, Hiddensee, Rügen und Usedom) wechseln steile Abschnitte mit flacheren Bereichen (Boddenküste). Die Flüsse im Nordosten des Baltischen Landrückens (u. a. Warnow, Recknitz, Trebel, Tollense und Peene) entwässern in die Nordsee, die in seinem Südwesten (u. a. Sude und Elde) in die Elbe. Etwa ein Viertel der Landesfläche Mecklenburg-Vorpommerns ist bewaldet (vor allem mit Kiefernbeständen).

Das Klima des Bundeslandes zeichnet sich durch milde Winter und mäßig warme Sommer aus. Im Norden beeinflusst die Ostsee das Wettergeschehen, der Südosten des Bundeslandes weist kontinentalere Verhältnisse auf: Während beispielsweise in Rostock im Juli durchschnittlich 16,8° C gemessen werden und zwischen 600 und 800 Millimeter Jahresniederschlag fallen, verzeichnet Pasewalk (im Südosten) 18,3° C bzw. 500 bis 600 Millimeter.

BEVÖLKERUNG
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 1,84 Millionen. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 80 Einwohnern je Quadratkilometer. Damit ist Mecklenburg-Vorpommern das am dünnsten besiedelte deutsche Bundesland. Seit 1990 wanderten viele Bewohner in westliche Bundesländer ab. Etwa ein Drittel der Bevölkerung ist christlichen Glaubens.

VERWALTUNG UND POLITIK
Die Landesverfassung wurde 1993 verabschiedet. Mecklenburg-Vorpommern gliedert sich in die sechs kreisfreien Städte Greifswald, Neubrandenburg, Rostock, Schwerin, Stralsund und Wismar und in 12 Landkreise.

N

NE (Nebraska - USA)

Hauptstadt: Lincoln
Größte Stadt: Omaha
Beitritt: 1867

Nebraska, einer der West North Central States der USA. Nebraska grenzt im Norden an South Dakota, im Osten an Iowa und Missouri, im Süden an Kansas, im Südwesten an Colorado und im Westen an Wyoming. Die Ostgrenze bildet der Fluss Missouri.

Nebraska wurde am 1. März 1867 als 37. Bundesstaat in die Union aufgenommen. Der Staat gilt traditionell als Agrarstaat. Zu Beginn der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts gehörte Nebraska immer noch zu den führenden Produzenten landwirtschaftlicher Erzeugnisse in den USA, allerdings wird auch hier die Wirtschaft vom Dienstleistungsbereich und der Industrie dominiert. Die Bezeichnung "Nebraska” geht auf einen Begriff aus der Sioux-Sprache zurück, der soviel bedeutet, wie "flaches oder breites Wasser”, eine Anspielung auf den Fluss Platte. Zu den wichtigsten Städten gehören die Hauptstadt Lincoln sowie Omaha, Grand Island und North Platte.

2 LAND

Mit einer Fläche von 200 358 Quadratkilometern steht Nebraska an 16. Stelle in der Rangfolge der größten Bundesstaaten der USA. Die größten Entfernungen betragen in nordsüdlicher Richtung etwa 330 Kilometer, in ostwestlicher Richtung etwa 675 Kilometer. Das Land steigt von Ost nach West an. Die Höhe des Landes schwankt zwischen 256 Metern im äußersten Südosten am Missouri und 1 654 Metern an der Grenze zu Wyoming und Colorado.

GESCHICHTE

Der spanische Entdecker Francisco Vásquez de Coronado war der erste Europäer, der 1541 in das Gebiet des heutigen Nebraska kam. Zu jener Zeit siedelten dort zahlreiche Indianerstämme, zu denen die Omaha, Pawnee und Ute im Osten und im Landesinneren sowie die Oglala Sioux, Araphoe, Komantschen und Cheyenne im Westen gehörten. Zwischen 1700 und 1763 kontrollierten die Franzosen das Gebiet, danach wurde es an Spanien abgetreten.

6.1 US-Territorium

Im Jahre 1803 fiel Nebraska im Rahmen des Louisiana Purchase an die Vereinigten Staaten. Zwischen 1804 und 1806 erforschten die Mitglieder der Lewis-und-Clark-Expedition einen Teil des Gebiets. 1807 errichtete der Spanier Manuel Lisa eine Handelsstation und wurde zum ersten weißen Siedler in dem Gebiet des heutigen Nebraska. Die American Fur Company errichtete 1810 einen Stützpunkt in der Region um Bellevue. Fort Atkinson wurde 1819 an der Stelle des heutigen Fort Calhoun gebaut.

Der Oregon- und der California-Trail führten zu einer allmählichen Besiedlung der Region, obwohl Nebraska 1834 von der Bundesregierung zum Indianerterritorium erklärt worden war, in dem sich weiße Siedler nicht niederlassen durften. Nachdem es zu den Territorien von Indiana, Louisiana und Missouri gehörte, wurde es schließlich am 30. Mai 1854 eigenständiges Territorium.

6.2 Eigenstaatlichkeit

Mit dem Erlass des Pacific Railroad Act und dem Free Homestead Act 1862 kamen neue Zuwanderer ins Land. Am 1. März 1867 wurde Nebraska in die Union aufgenommen, Hauptstadt wurde Lincoln. 1867 wurde die Strecke der Union Pacific Railroad, die sich in ostwestlicher Richtung durch ganz Nebraska zog, fertig gestellt.

Nach dem 2. Weltkrieg stieg die landwirtschaftliche Produktion an, da aus Bundesmitteln Hochwasserdämme für die Anrainerstaaten des Missouri und Staudämme gebaut werden konnten. Mit diesen wurde die Wasserversorgung sichergestellt. Mit der Verbesserung der Anbaumethoden konnte die Produktivität erhöht werden, die Zahl der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte verringerte sich allerdings. Ein großer Teil der landwirtschaftlichen Hilfskräfte fand in der sich entwickelnden Erdölindustrie Arbeit, die zu einem starken Wirtschaftswachstum Nebraskas beitrug.

Trotz aller Schutzmaßnahmen wie dem Bau von Dämmen kommt es immer wieder zu verheerenden Überschwemmungen, wie das Hochwasser von 1993 zeigt.

NJ (New Jersey - USA)

Hauptstadt: Trenton
Größte Stadt: Newark
Beitritt: 1787

New Jersey, einer der Mittelatlantikstaaten der USA. New Jersey grenzt im Nordosten an den Bundesstaat New York, im Osten an den Atlantischen Ozean, im Süden an Delaware und im Westen und Nordwesten an Pennsylvania. Ein Teil der Grenze zum Bundesstaat New York wird vom Hudson River, die Grenze zu Delaware von der Delawarebai und dem Delaware River gebildet. Der Delaware River bildet daneben auch die Grenze zu Pennsylvania.

New Jersey trat am 18. Dezember 1787 als dritter der 13 Gründungsstaaten der Union bei. Während der Amerikanischen Revolution haben sich in dem Staat einige bedeutende Ereignisse abgespielt. Dazu gehört George Washingtons Überquerung des Delaware River im Dezember 1776, die die britische Niederlage bei Trenton, der heutigen Hauptstadt, einleitete. Ende des 19. Jahrhunderts kam es zu einer starken Industrialisierung des Staates; in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts war New Jersey zudem für seine Seebäder, seine leistungsfähigen Farmen und den aufstrebenden Dienstleistungssektor bekannt. Der frühere US-Präsident Grover Cleveland wurde in New Jersey geboren, der frühere Präsident Woodrow Wilson hat den größten Teil seiner Kindheit hier verbracht. Der Staat ist nach der englischen Kanalinsel Jersey benannt, dem Geburtsort von Sir George Carteret, der 1644 Miteigentümer des heutigen New Jersey wurde. Der Beiname des Staates lautet "Garden State” (Garten-Staat). Zu den wichtigsten Städten gehören die Hauptstadt Trenton sowie Newark, New Jersey City, Paterson, Elizabeth und Edison.

2 LAND

Mit einer Fläche von 22 590 Quadratkilometern liegt New Jersey an 47. Stelle der US-Bundesstaaten. Die Form des Staates ist in etwa rechteckig. Die größten Entfernungen betragen in Nord-Süd-Richtung etwa 265 Kilometer und in Ost-West-Richtung etwa 100 Kilometer. Die höchste Erhebung ist der High Point mit 550 Metern. Die durchschnittliche Höhe liegt bei 76 Metern. Die Küstenlänge beträgt 209 Kilometer.

GESCHICHTE

Die Urbevölkerung des heutigen New Jersey waren die Delawaren bzw. Leni-Lenape ("die ursprünglichen Menschen”).

6.1 Kolonialzeit

Als die Briten und Holländer zu Beginn des 17. Jahrhunderts die ersten Kolonien in Nordamerika anlegten, wurde das Gebiet des heutigen New Jersey von beiden Staaten gleichermaßen beansprucht. Die Holländer gründeten 1624 mit Fort Nassau (dem heutigen Gloucester City) am Delaware River und 1630 mit Pavonia (heute Teil von New Jersey City) die ersten Siedlungen. 1655 übernahmen die Holländer am Delaware River Siedlungen, die von den Schweden angelegt worden waren. Dennoch war das Gebiet New Jerseys 1664 nur schwach besiedelt. Damals übereignete Charles II. von England das gesamte Territorium zwischen den Flüssen Connecticut und Delaware seinem Bruder James, dem Herzog von York (und späteren König James II.).

6.1.1 Britische Herrschaft

James vertrieb die Holländer und gab das Gebiet New Jerseys an zwei seiner engen Freunde weiter, an Sir George Carteret und John, Lord Berkeley, der es nach der britischen Kanalinsel Jersey benannte. Die englischen Siedler widersetzten sich jedoch der Autorität des Eigentümers, und Berkeley verkaufte seine Hälfte 1674 an ein Quäkerkonsortium. Daraus folgte eine Teilung des Gebiets in Ost- und Westjersey, wobei die Grenze zwischen dem Gebiet der Quäker und dem Carterets verlief. Der Ostteil Jerseys wurde nach dem Tod Carterets 1681 versteigert. Erworben wurde es von William Penn und Partnern, die es sogleich aufteilten und zahllose Grenzstreitigkeiten austrugen.

Im Jahr 1702 erfolgte die Vereinigung Ost- und Westjerseys zur königlichen Provinz New Jersey. Zu diesem Zeitpunkt setzte sich die Bevölkerung aus Briten, Holländern, Belgiern, Franzosen und Deutschen sowie Sklaven aus Afrika und der Karibik zusammen.

6.1.2 Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg

General George Washington Charles Wilson Peale, ein berühmter amerikanischer Künstler, malte das Porträt von George Washington im Jahr 1779.Architect of the Capitol

Der letzte königliche Gouverneur in New Jersey war William Franklin, ein Sohn Benjamin Franklins. Er trat sein Amt 1763 an und blieb bis 1776 im Amt. Damals wurde er von einem Provinzkongress abgesetzt, da er während des Krieges mit den Briten sympathisierte. Zunächst war die Stimmung in der Provinz über die Ziele der Revolutionäre noch geteilt, aber allmählich trat New Jersey nach 1774 auf die Seite der Patrioten über. Am 2. Juli 1776 wurde vom Kongress eine Verfassung verabschiedet. Der erste Staatsgouverneur war William Livingston, der bis zu seinem Tod (1790) das Amt bekleidete.

In New Jersey fanden einige bedeutende Schlachten des Unabhängigkeitskrieges statt. Die Amerikaner wurden im November 1776 bei Fort Lee geschlagen, konnten aber bei Trenton (1776), Princeton (1777), Monmouth (1778) und Springfield (1780) Siege erringen. 1783 wurde Princeton zur Bundeshauptstadt erklärt.

6.2 Frühe Eigenstaatlichkeit

Aufgrund der anhaltenden Kontroversen mit New York bezüglich der Transportrechte auf dem Hudson River und der Nutzung des New Yorker Hafens trat man in New Jersey für eine neue Bundesverfassung ein, die sich stärker für den Schutz und die Rechte der kleineren Staaten einsetzte. Bei der verfassunggebenden Versammlung in Philadelphia 1787 übernahmen die Delegierten New Jerseys die Führungsrolle der kleineren Staaten, die schließlich zur einheitlichen Repräsentation aller Bundesstaaten im US-Senat führte.

Alexander Hamilton, der erste Finanzminister der USA, fasste den Aufbau eines Industriekomplexes an den Wasserfällen des Passaic River ins Auge und gründete die Society for Useful Manufactures (Industrieverband) in der Gemeinde Paterson.

In der Verfassung New Jerseys aus dem Jahre 1776 war das Frauenwahlrecht vorgesehen, als jedoch 1807 tatsächlich mehrere Frauen zur Urne gingen, wurde die Wahl angefochten, und das Parlament schaffte dieses Recht mit dem Suffrage Reform Act wieder ab.

6.3 Industrialisierung

Thomas Edison Das Bild zeigt Thomas Edison, den Erfinder der Glühbirne, in seinem Labor in West Orange (New Jersey) zur Jahrhundertwende.U.S. Dept. of the Interior, National Park Service

Bis in die zwanziger Jahre des 19. Jahrhunderts blieb New Jersey weitgehend ein Agrarstaat. Die Industrie spielte erst ab 1840 eine größere Rolle, als in Paterson, das bereits Zentrum der Textilindustrie war, die Herstellung von Rüstungsgütern und Lokomotiven begann. Der Amerikanische Bürgerkrieg sorgte schließlich für einen weiteren Industrialisierungsschub. Um 1900 war die Bevölkerung auf mehr als 900 000 Einwohner angewachsen. Paterson wurde zum Symbol für die erbitterten Arbeitskämpfe zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Fabrikarbeiter der Stadt um bessere Arbeitsbedingungen und Löhne kämpften.

Nach dem 2. Weltkrieg erlebte New Jersey ein gewaltiges wirtschaftliches und bevölkerungsmäßiges Wachstum; um 1960 gehörte New Jersey zu den acht bevölkerungsreichsten Bundesstaaten der USA. Der Bau einer Containeranlage im Hafen von Newark, der Ausbau des Newark International Airport, die Errichtung des Meadowlands Sports Complex in East Rutherford sowie die Eröffnung von Spielkasinos in Atlantic City sorgten in den siebziger und achtziger Jahren für neue Arbeitsplätze. In zunehmendem Maß wird die Wirtschaft vom Dienstleistungssektor dominiert. Zu den größten Herausforderungen, denen sich der Staat stellen muss, gehören der Umweltschutz, die Sanierung der Städte sowie die Reform des öffentlichen Schulwesens.

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Stand: 20.06.2016 09:13:07
Erstellt mit dem Genealogieprogramm GFAhnen 16.0

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