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Beschreibungen: Familiennamen (Forts.)

K (Forts.)

Kayser

mittelhochdeutscher Übername "keiser" => "König,Herzog".

Keiser

mittelhochdeutscher Übername "keiser" => "König,Herzog".

Knick

Knick, in Norddeutschland Bezeichnung für eine Wallhecke (Hecke auf einem Erdwall), die Wiesen, Felder, Koppeln ...

Koch

Berufsname Eine ältere Schicht geht von dem an Herrenhöfen und in großen Wirtschaftsbetrieben angestellten Koch aus.

Köller

Der Name "Köhler" leitet sich von einem alten, in Deutschland mittlerweile fast ausgestorbenen Beruf ab. Für viele chemische Prozesse, wie die Eisenverhüttung oder die Glasgewinnung sind hohe Temperaturen notwendig. Ebenso zum Schmieden des Eisens oder auch für die Verarbeitung edler Metalle. In Gegenden, in denen es keine natürlichen Kohlevorkommen gab, wohl aber Waldreichtum, stellte der Köhler die benötigte Kohle aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz her. Uns heutigen Menschen ist Holzkohle vor allem im Zusammenhang mit Grillvergnügen bekannt. Technische Wärme wird aus Strom oder Erdöl erzeugt. Früher hingegen wurde hierfür Holzkohle in gigantischen Mengen hergestellt und verbraucht, was zur Ausrottung ganzer Wälder führte.

Krüger

Krüger ist ein Berufsname. Im oberdeutschen Raum meinte der Name Krüger jemanden der Krüge herstellte, oder mit derartiger Ware handelte, also einen Töpfer oder Geschirrhändler. Krüger ist in diesem Fall ein indirekter Berufsname. Im niederdeutschen Raum war dagegen eher der Gast- oder Schenk-Wirt gemeint. Der Name Krüger zählt heute zu den häufigsten 25 Familiennamen in Deutschland, statistisch gesehen dürfte es deutlich über 120.000 Namensträger geben.

L

Lahmann

1. Wohnstättenname auf -mann zu mnd. lo, loge, lage >Gehölz, Busch; Waldwiese, Waldaue, niedriger Grasanger<.
2. Herkunftsname auf -mann zu den Ortsnamen Lahe (Niedersachsen), Lage (Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen), Laage (Mecklenburg-Vorpommern).

Lakemeyer

Salzbrühe zum Einpökeln von Fisch und Fleisch.

Lange

Übername zu mhd. lanc, mnd. lank »lang« für einen großen Menschen.

Langenberg

Herkunftsnamen zu dem Ortsnamen Langenberg (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, ehem. Pommern/jetzt Polen, Ostpreußen, Schweiz).

Linnemann

1. Ableitung auf -mann von >Linne. 2. Durch Assimilation entstandene Form von >Lindemann.

Löwe

Löwe ist ein sogenannter Übername, der bestimmte Eigenschaften charakterisiert: also ein "Mann mit Löwenmut".

Lohmann

mittelhochdeutscher Wohnname "löch-man" => "Gebüsch,Wald,Gehölz+ Mann" , für einen,der im Gehölz wohnt"

Ludolph

aus dem gleich lautenden Rufnamen (liut + wolf) entstandene Familiennamen.
Den Familiennamen Lüd(d)e, Lüddecke, Lüde(c)ke, Lüdicke, Lüdke, Lüdtke, Lüd(d)emann, Lucke, Lücke, Lüke, Lüth(je) können Koseformen von Ludolf oder Ludwig zugrunde liegen.
Dem Familiennamen Leidolf liegt eine entrundete Form von Ludolf zugrunde.

Lücking

aus dem gleich lautenden Rufnamen (liut + wolf) entstandene Familiennamen.
Den Familiennamen Lüd(d)e, Lüddecke, Lüde(c)ke, Lüdicke, Lüdke, Lüdtke, Lüd(d)emann, Lucke, Lücke, Lüke, Lüth(je) können Koseformen von Ludolf oder Ludwig zugrunde liegen.
Dem Familiennamen Leidolf liegt eine entrundete Form von Ludolf zugrunde.

Lüdeking

aus dem gleich lautenden Rufnamen (liut + wolf) entstandene Familiennamen.
Den Familiennamen Lüd(d)e, Lüddecke, Lüde(c)ke, Lüdicke, Lüdke, Lüdtke, Lüd(d)emann, Lucke, Lücke, Lüke, Lüth(je) können Koseformen von Ludolf oder Ludwig zugrunde liegen.
Dem Familiennamen Leidolf liegt eine entrundete Form von Ludolf zugrunde.

M

Meier

mittelhochdeutscher Berufsname "meigen" => " Meier,Oberbauer, Amtmann, Haushälter"

Meyer

Benennung nach Beruf zu mittelniederdeutsch, mittelhochdeutsch meier, meiger ‘Meier, Oberbauer', entlehnt aus lateinisch maior ‘der Größere, Höherstehende'. Der Meier führte im Auftrag des Grundherrn unter anderem die Aufsicht über die Bewirtschaftung der Güter und übte in dessen Namen die niedere Gerichtsbarkeit aus (zu den verschiedenen Aufgaben des Meiers siehe Ebner 2015, Seite 478). Seit dem späten Mittelalter wurde die Bezeichnung auch auf den freien Bauern als Pächter eines Gutes ausgeweitet.

Montag

Dass einer heißen kann wie ein Wochentag, wissen wir aus Daniel Defoes "Robinson Crusoe": Robinson befreit einen jungen Eingeborenen aus den Händen von Kannibalen und nennt seinen neuen Gefährten "zur Erinnerung an diesen Tag": Freitag.
In Deutschland heißen mehr als 22 000 Menschen Freitag. Aber warum? Überliefert ist, dass manche Findelhäuser, die es in jeder größeren Stadt gab, die ausgesetzten Kinder nach dem Tag ihrer Aufnahme benannten. Kinder werden aber am Freitag nicht häufiger geboren oder gefunden als am Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag, und diese Wochentage gibt es als Familiennamen kaum oder gar nicht. So muss man nach einer anderen Erklärung suchen.
Dass Sonntag zum "Namenstag" wurde - etwa 14 000 Deutsche heißen Sonntag - ist schon eher einleuchtend. Denn der Sonntag gilt als Glückstag, er ist der "Tag des Herrn" sowie Tag der Auferstehung Jesu Christi und ist damit der Geburtstag des Christentums.
Aus diesem Grund gelten Sonntagskinder bis heute als Glückskinder. Und so ist es leicht vorstellbar, dass Menschen, die an einem Sonntag geboren wurden, nach diesem Glück bringenden Wochentag benannt wurden. Auch Leute mit einem besonders "sonnigen Gemüt", für die jeder Tag ein Sonntag zu sein scheint, haben wohl den Namen Sonntag als Übernamen (Necknamen) bekommen. In romanischen Sprachen heißt der Sonntag Domingo. Auch dort ist der Tag der Sonne und des Herrn ein häufiger Familienname.
Aber noch einmal: Warum heißen so viele Leute Freitag? Dieser Nachname ist insofern ungewöhnlich, weil Freitag als der Unglückstag schlechthin gilt. An einem Freitag ist Christus am Kreuz gestorben, Freitag war seit alters Fastentag. Schon deshalb wurde am Freitag keine Hochzeit gefeiert ("Freitagsfeier hol der Geier!"). An einem Freitag sollte man, so wurde einst geraten, nicht umziehen, reisen, säen, düngen und so weiter. Und das galt auch noch in jüngerer Zeit: Napoleon schlug an einem Freitag keine Schlacht, Bismarck unterzeichnete keinen Vertrag. Dazu passt, dass die größte Wirtschaftskrise der Neuzeit an einem "schwarzen Freitag" begann.
Ob "nur" an einem Freitag geboren oder zusätzlich von missmutigem Charakter oder ewiger Pechvogel - der Name sollte wohl etwas ausdrücken von der Last, die auf dem Buckel seines Trägers lag. Und da es schon immer mehr unglückliche als glückliche Lebensläufe gab, schlägt sich das wohl auch in der Zahl der Familiennamen nieder.
Der Name Montag - etwa 4500 Menschen heißen hier zu Lande so - verweist dagegen auf eine unheilvolle Bedeutung ganz anderer Art: Montag war ursprünglich der Tag, an dem in der Regel Miet- oder Zinszahlungen fällig waren. Montag ist also gewiss kein Name für einen Blaumacher.


Moritz

männl. Vorn., der sich aus lateinisch Mauritius entwickelt hat. Lat. Mauritius ist eine Weiterbildung von lat. Maurus. »Mauritius« fand im Mittelalter als Heiligenname Verbreitung, vor allem als Name des heiligen Mauritius, des Anführers der Thebäischen Legion. Der heilige Mauritius starb im 4.Jh. in der Schweiz bei Agaunum (heute St. Moritz) den Märtyrertod; Namenstag: 22.September. Der Name kam im Mittelalter häufiger nur in der Schweiz, dem Verehrungsgebiet des heiligen Mauritius, vor. In der Neuzeit wurde der Name durch den Adel auch in Deutschland bekannt, so z. B. in Sachsen durch den Kurfürsten Moritz von Sachsen (16.Jh.) und durch den Grafen Moritz von Sachsen, genannt Marschall von Sachsen (17./18.Jh.). Bekannt ist der Name durch die bebilderte Geschichte »Max und Moritz« von Wilhelm Busch.


Müller

Berufsname zu mhd. mülnære, müller >Müller<. Müller ist der häufigste Familienname in Deutschland. Die große Verbreitung des Familiennamens Müller und seiner Varianten (Müllner, Möller, Miller u. a.) hängt damit zusammen, dass spätestens seit dem 12. Jh. fast jeder Ort eine oder mehrere Wassermühlen hatte. Neben Öl- und Getreidemühlen gab es noch Schneidemühlen für die Holzverarbeitung, Walkmühlen für die Tuchherstellung und Lohmühlen, die Eichenrinde (Lohe) für die Gerberei mahlten.

N

Nacke

Übernamen zu mhd. nac(ke), mnd. nacke >Hinterhaupt, Nacken< nach einem auffälligen körperlichen Merkmal.

Nagel

1. Berufsübername zu mhd. nagel >Nagel< für den Nagelschmied.
2. Übername zu fnhd. nagel >Dünkel< für einen überheblichen Menschen.
3. Vereinzelt Herkunftsname zu dem Ortsnamen Nagel (Oberfranken).

Neese

1. Metronymische Familiennamen, die auf eine durch Wegfall der ersten Silbe entstandene Form von Agnes (Agnesen[s]) zurückgehen.
2. Übernamen zu mnd. nese >Nase< nach einem auffälligen Körperteil.
3. Herkunftsnamen zu dem Ortsnamen Neese (Mecklenburg-Vorpommern).

Niebuhr

niederdeutsche Entsprechung von Neubauer.

Niemeyer

niederdeutscher Berufs-/Übername für "Neumeier" oder "Meyer"

Noack

Übername zu sorb., poln. nowak >Neuling< für den Neuhinzugekommenen, den Neuansiedler im Dorf, vgl. Neumann.

Nolte

vom Vornamen Arnold
alter deutscher zweigliedriger Name
im Mittelalter verbreitet durch die Verehrung des hl. Arnold, Lautenspieler am Hofe Karl des Grossen
arn=der Adler; waltan=walten, herrschen, der Herrscher

Nolting

patronymische Bildungen auf -ing zu Nolte, Nölte (?Arnold).

O

Ober

1. Wohnstättenname zu mhd. ober >ober< nach der höheren Lage der Siedlungsstelle.
2. In Norddeutschland kann es sich hierbei gelegentlich um einen Wohnstättennamen zu mnd. over >Ufer< handeln.

Oberkönig

Alle Oberkönig in Deutschland gehen vermutlich auf den Hof Oberkönig Meinberg Nr. 3 zurück. Auf Grund des Lippischen Namensrecht sind Sie aber nicht unbedingt blutsverwandt.

Obermann

mittelhochdeutsch obermann, ob(e)man = Schiedsrichter, Schiedsmann.

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Stand: 12.09.2017 18:37:15
Erstellt mit dem Genealogieprogramm GFAhnen 17.0.009

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